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Dienstag, 9. März 2010
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Elektrotechnisch unterwiesene Person

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11.03.-13.03.2010
TAW Wuppertal

21.04.-23.04.2010
TAW Berlin

Elektrotechnisch unterwiesene Person (EUP)

  • Unterweisungspflicht gemäß BGV A1
  • Fachkundenachweis gemäß BGV A3

Zum Thema

Nach §7 Abs.2 BGV A1 hat jeder Unternehmer die Verpflichtung zur Unterweisung seiner Mitarbeiter in den Gefahren ihrer Tätigkeiten und den Maßnahmen zur Gefahrenabwendung. Die Unternehmerverantwortung erstreckt sich nach § 3 BGV A3 insbesondere auf das Unterweisen elektrotechnischer Laien über sicherheitsgerechtes Verhalten und erforderlichenfalls das Einweisen sowie das Unterrichten elektrotechnisch unterwiesener Personen.

Der Lehrgang versteht sich daher als themenübergreifender Fachkundenachweis.

Elektrische Unfälle an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln werden im betrieblichen Alltag sehr häufig durch den elektrotechnischen Laien verursacht. Diese Unfälle lassen sich zum einen durch gezielte Vermittlung entsprechender elektrotechnischer Fachkenntnisse und zum anderen durch das fachgerechte Anwenden entsprechender Schutzmaßnahmen und Regelungen gemäß der BGV-Vorschriften, Handwerksverordnung und VDE-Bestimmungen vermeiden.

Neben der rechtlichen Seite besteht für den Unternehmer angesichts des zunehmend stärker werdenden Kostendrucks ein wirtschaftliches Interesse an der Zusatzqualifikation seines Mitarbeiters zur "Elektrotechnisch unterwiesenen Person".

So unterwiesene Betriebsangehörige lassen sich fachübergreifend einsetzen und können "unter Leitung und Aufsicht" einer Elektrofachkraft die ihnen übertragenen Aufgaben übernehmen, die z.B. bisher nur vom Betriebselektriker ausgeführt werden durften. Diese Aufgaben können u.a. sein:

  • Feststellen der Spannungsfreiheit
  • Reinigen elektrischer Anlagen u. (abgeschlossener) elektrischer Betriebsstätten
  • Arbeiten in der Nähe von unter Spannung stehenden aktiven Teilen
  • Betätigen von Stellgliedern und Schutzeinrichtungen
  • Entsperren von Relais
  • Justieren (Nachjustieren) von Einstell- und Auslöseorganen
  • Auswechseln von Steckeinheiten, Schraubsicherungen und Anzeigelampen
  • Rückstellen von Öffnungssperren, Meldern und Isolationsüberwachungsgeräten

Im Anschluß an den Lehrgang findet die praktische Fachunterweisung durch den Fachvorgesetzten in den auszuführenden Tätigkeiten statt. Außerdem werden die erlaubten Handhabungen in bezug auf die innerbetrieblichen Belange konkret festgelegt und in einer Arbeitsanweisung aktenkundig gemacht.

Zielgruppe

Meister, Techniker, Schichtpersonal, Monteure, Anlagenfahrer, Maschinenbediener, Mitarbeiter der Instandhaltung, Haustechniker, Hausmeister und Sicherheitsbeauftragte, die beabsichtigen, betriebsbedingte Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln durchzuführen, bis dato im Sinne der BGV A3 als "elektrotechnische Laien" (Nichtelektriker) gelten und insofern einen Fachkundenachweis benötigen.

Fachliche Leitung

Dipl.-Ing. Georg Jaanineh
GELTEC - Gesellschaft für Entwicklung von Labor- und Industrietechnik,
DE - 45525 Hattingen

Inhalt

Teil 1: Elektrotechnisches Basiswissen – Gefahren der Elektrizität

Elektrotechnisches Basiswissen – Gefahren der Elektrizität
  • Ladung und Strom, Stromdichte, Potential und Spannung
  • Elektrischer Widerstand und Leitwert
  • Spezifischer Materialwiderstand
  • Widerstand eines Leiters
  • Ohmsches Gesetz
  • Einfacher Stromkreis
  • Einfache Widerstandsschaltungen
  • Leistung
  • Wechselstrom (Einphasenwechselstrom)
  • Wirkung des elektrischen Stroms auf den Menschen
  • Unfälle durch den elektrischen Strom
  • Körperstrom und Berührungsspannung
  • Allgemeines Messen von Strom, Spannung, Leistung, Widerstand, Durchgang, Isolation etc.

Teil 2: Gesetze und Vorschriften

Gesetze und Vorschriften
  • Allgemeine und elektrotechnische Begriffe
  • Gesetzliche Grundlagen für Unternehmer und Arbeitnehmer
  • Unfallverhütungsvorschrift BGV A1 "Allgemeine Vorschriften" (Auszüge)
  • Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" inkl. neuer Durchführungsanweisungen (komplett)
  • Elektrotechnische Regeln, ausgewählte VDE-Bestimmungen
  • Tätigkeiten der "elektrotechnisch unterwiesenen Person" in Abgrenzung zur "Elektrofachkraft" und zur "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten"
  • Bestellvorgang zur "Elektrotechnisch unterwiesenen Person"

Teil 3: Schutzziele, Schutzmaßnahmen, Schutzeinrichtungen

Schutzziele, Schutzmaßnahmen, Schutzeinrichtungen
  • Die lebenswichtigen "5 Sicherheitsregeln"
  • Schutzziele, Schutzstrukturen
  • Einteilung der Schutzmaßnahmen
  • Schutzklassen
  • Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag
  • Schutz gegen direktes Berühren (Basisschutz)
  • Schutz bei indirektem Berühren (Fehlerschutz)
  • Schutz bei direktem Berühren (Zusatzschutz)
  • Schutzeinrichtungen (Schutzorgane)
  • Drehstrom (Dreiphasenwechselstrom)
  • Netzsysteme (Netzformen)
  • Allgemeine Vorgehensweise für VDE-gerechtes Prüfen ausgewählter Schutzmaßnahmen

Messpraxis

Allgemeines Messen von Strom, Spannung, Leistung, Widerstand, Durchgang und Isolation. Für den praktischen Teil können die Teilnehmer eigene Messgeräte mitbringen.

Teilnahmebescheinigungen

Nach Abschluß des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat mit detaillierter Auflistung der vermittelten Sachgebiete.

Dauer der Veranstaltung

3 Tage (ca. 20 UE)

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